Worin besteht der Unterschied zwischen Nass- und Trockenstrahlen?
23.03.2020|Aufrufe: 2252

Bevor wir den Unterschied zwischen Trocken- und Dampfstrahlen kennenlernen, wollen wir zunächst klären, was Dampf- bzw. Trockenstrahlen überhaupt ist.


Was ist Dampfstrahlen (Nassstrahlen oder Wasserstrahlen)?

Dabei wird ein Wasser-Wasser-Gemisch aus Abrasivmittel und Wasser hergestellt. Mithilfe einer Schlammpumpe wird das Gemisch zum Strahlschlauch gesaugt und anschließend mit Hilfe von Druckluft ein starker Strahl durch eine Venturidüse auf die Produktoberfläche gepresst, um die Oberfläche zu reinigen und zu polieren.


Was ist Trockenstrahlen?

Trockenstrahlanlagen nutzen Druckluft, um das Strahlmittel durch die Düse der Strahlpistole direkt auf die Werkstücke zu befördern. Der gesamte Strahlvorgang findet in einer geschlossenen Kabine statt, in der der Staub von einer integrierten Hochleistungsabsaugung erfasst wird. Man unterscheidet zwischen Saugstrahlanlagen und Druckstrahlanlagen.


Worin besteht der Unterschied zwischen Trockenstrahlen und Dampfstrahlen?

Dampfstrahlen ist im Allgemeinen deutlich schonender als Trockenstrahlen. Das Wasser wirkt als Puffer für das Strahlmittel. Beim herkömmlichen Trockenstrahlen trifft das Strahlmittel auf die Oberfläche und zerfällt dabei in kleinere Partikel, wodurch Staub entsteht.

Unterschied zwischen Trocken- und Nassstrahlen.jpg

Beim Nassstrahlen dient das Wasser als Dämpfer. Wenn das Strahlmittel auf die zu strahlende Oberfläche trifft, werden die Bruchstücke im Wasser aufgefangen. Das verbrauchte Strahlmittel wird in einem Auffangbecken oder einem anderen Behälter gesammelt.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Trockenstrahlen und Dampfstrahlen besteht darin, dass beim Trockenstrahlen das Strahlmittel schräg auftrifft und ein tiefes Profil hinterlässt. Beim Nassstrahlen hingegen dämpft das Wasser den Aufprall, wodurch das Oberflächenprofil gleichmäßiger und flächiger verteilt wird. Dies ermöglicht ein feineres Strahlverfahren.