Installation und Betrieb einer Hanger-Strahlanlage
01.12.2023|Aufrufe: 2859
Diese Anlage dient hauptsächlich zum Kugelstrahlen von Bauteilen, zum Entgraten von Druckgussteilen und zum Homogenisieren oder Härten dynamisch beanspruchter Teile. Die Hakenstrahlanlage ist in Ausführungen mit einem oder zwei Haken erhältlich. Das Werkstück wird abwechselnd mit zwei Haken in die Strahlkammer eingefahren. Mithilfe einer Strahlscheibe werden 0,1 bis 1,5 mm große Strahlmittel auf die Werkstückoberfläche geschleudert, um eine bestimmte Oberflächenrauheit zu erzielen und das Werkstück optisch ansprechender zu gestalten oder die Druckspannung zu verändern und so die Lebensdauer zu verlängern. Dieses Modell findet breite Anwendung in der Zahnrad-, Wellen-, Schmiede-, Gießerei-, Bau-, Chemie-, Motoren- und Werkzeugmaschinenindustrie zur Reinigung oder Oberflächenveredelung von kleinen und mittelgroßen Guss- und Schmiedeteilen, beispielsweise zum Entzundern, Entfernen von Graten und Sandgussteilen. Es eignet sich auch zur Reinigung schlanker, dünnwandiger Teile, die nicht kollisionsgeschützt werden dürfen. Die Hakenstrahlanlage ist das Standardmodell unter den Kugelstrahlanlagen. Der Rotationsdurchmesser der Strahlkammer beträgt 500 bis 3000 mm, die Höhe 600 bis 3000 mm. Diese Strahlanlage zeichnet sich durch hohe Produktionseffizienz und große Flexibilität aus. Sie ist ideal zum Reinigen und Härten geeignet und einfach zu bedienen. Zum Beladen wird das Werkstück mit einem Haken eingelegt, der Startknopf gedrückt, und innerhalb kurzer Zeit (in der Regel 5–7 Minuten) ist der gesamte Reinigungsprozess abgeschlossen. Staub und Strahlmittelreste werden entfernt. Die Anlage eignet sich besonders für die Oberflächenbehandlung von mittelgroßen und großen Guss-, Schmiede- und Schweißteilen sowie wärmebehandelten Bauteilen, einschließlich empfindlicher und unregelmäßig geformter Werkstücke.